Glückstour der radelnden Schornsteinfeger hat Halt in Frankenberg gemacht

Skispringer Stephan Leyhe begleitete die Glücksbringer und gab Autogramme in der Rathaus-Schirn

Frankenberg – Die Glückstour der Rad fahrenden Schornsteinfeger hat Halt am historischen Rathaus in Frankenberg gemacht. Auf ihrem Weg von Marburg nach Bad Driburg legten die Glücksbringer zu einer Spendenübergabe am Hotel „Die Sonne Frankenberg“ einen etwa einstündigen Stopp ein.

Unter den 50 Radfahrern waren auch mehrere Schornsteinfeger aus der Umgebung, Vertreter regionaler Kinderkrebs-Hilfsorganisationen sowie als Special-Guest der Skispringer Stephan Leyhe, der die Tour von Marburg bis Frankenberg mitfuhr. Begleitet wurde das Feld von drei Servicefahrzeugen. Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Hess begrüßte die Teilnehmer der Tour in der Schirn des historischen Rathauses und würdigte das große soziale Engagement, das mit der Aktion einhergehe.

Spenden werden direkt übergeben

Seit 2006 sammeln die Schornsteinfeger jährlich auf ihrer Radtour zum Bundesverbandstag, der in diesem Jahr in Rostock stattfindet, Spenden für krebskranke Kinder ein. Noch im Laufe der Tour werden diese direkt an Kinderkrebshilfe-Organisationen vor Ort übergeben. Mehr als zwei Millionen Euro kamen im Laufe der Zeit bereits zusammen.

In diesem Jahr wurde auch eine Spende für die Tochter eines polnischen Viessmann Mitarbeiters übergeben. Die 13-Jährige leidet an einer sehr seltenen Krankheit, die eine Operation in den USA mit anschließender langer Physio-Therapie notwendig macht, die zum größten Teil durch private Spenden finanziert werden muss. Die Belegschaft des heimischen Herstellers von Energiesystemen hatte im Vorfeld ebenfalls einen großen Geldbetrag gesammelt.

Viessmann ist langjähriger Förderer

Das Unternehmen Viessmann unterstützt die Schornsteinfeger jährlich mit einer ansehnlichen Spende und ist deshalb schon häufig Zwischen-Station der Glückstour gewesen, u. A. an den Standorten Allendorf, Frankenberg, Battenberg, Karlsruhe und Würzburg.

Zum Ende des Stopps im Herzen der Frankenberger Altstadt wurde die Tour auf die nächste Etappe geschickt, und Stephan Leyhe stand noch für Autogrammwünsche zur Verfügung.

Glückstour entstand aus privater Wette

Die Glückstour entstand 2006 aus einer Wette unter Kollegen. Ziel war es, den vom mittlerweile verstorbenen Jürgen Stricker gegründeten Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“ mit 1.000 Euro zu unterstützen. Aus der Wette und dem gemeinsamen Hobby mehrerer Schornsteinfeger, dem Radrennsport, entwickelte sich im Laufe der Jahre eine der größten privaten deutschen Hilfsaktionen. Zu den Förderern der Aktion gehören bekannte Politiker, aber auch Sportler wie Eric Zabel oder Rudi Altig.

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Zwischenstopp am historischen Rathaus in Frankenberg: Unter den 50 Radfahrern waren auch mehrere Schornsteinfeger aus der Umgebung, Vertreter regionaler Kinderkrebs-Hilfsorganisationen sowie Skispringer Stephan Leyhe.