Präzision und Verantwortung – im Sport und in der Technik

Biathlet Arnd Peiffer: Geprägt von der Bewegung in der Natur 

Ein böiger Wind peitscht den Regen über das weite Tal, Wolkenfetzen ziehen tief am Himmel entlang. Und dort, wo der Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer normalerweise auf einer nahegelegenen Loipe seine Trainingsrunden dreht, führt er uns bei unserem Besuch über halbgefrorene Wiesen. Nur am Waldrand, im Schatten der Bäume, kratzt der 32-jährige Modellathlet Ende Januar eine Handvoll Schnee zusammen.

Eine Ausnahme und nicht die Regel sei es hoffentlich, so Peiffer, dass grüne Wiesen am Rande des Tegernseer Tals das künftige Winterbild prägen. Er wünscht sich, „dass meine Tochter auch einmal mit Langlauf-Ski durch die verschneite Natur laufen kann.“ Und er ergänzt nachdenklich, dass „wir doch alle Winter mit Schnee vor der Tür haben wollen, damit wir nicht in die Alpen fahren müssen, um unseren Sport zu betreiben“.

Ob auf Langlauf-Ski, mit dem Rad, auf Rollerski oder beim Laufen, Arnd Peiffer liebt es, sich in der Natur zu bewegen. Draußen sein, das ist zu einem Teil seiner selbst geworden. „Das prägt, und wenn ich aus Krankheitsgründen mal zwei oder drei Tage nicht rauskomme, werde ich unleidlich“, räumt der Sprintspezialist schmunzelnd ein. Diese Triebfeder führte ihn als Junge durch das Mittelgebirge rund um das Landesleistungszentrum für Biathlon in Clausthal-Zellerfeld. „Durch die Wälder laufen und klar, auch mit einem Gewehr schießen und die Freiheit genießen, das war schon toll.“

Erinnerungen an Jugendzeiten, die mit dem heutigen Leben des Athleten nichts mehr gemein haben: Elf Jahre nach seinem Weltcup-Debüt, mit einem kompletten olympischen Medaillensatz und einer Sammlung von 15 WM-Medaillen in den Händen, weiß Arnd Peiffer, Präzision und Beharrlichkeit zählen neben seinem Talent zu den Grundlagen des Erfolgs. Mit großer Akribie betreibt er das tägliche Training nach den Vorgaben seiner Trainer auch in dem Bewusstsein, „einen tollen Beruf mit großer Entscheidungsfreiheit und Eigenverantwortung“ zu haben. Abgerechnet wird jedes Jahr am Ende der Saison: „Dann sehe ich selbst, ob es richtig war, was ich gemacht habe, oder eben nicht.“

Der eigene Garten dient als Wärmequelle

Perfektion passt zu Peiffer. Keine Frage, dass der Biathlet für die Planung und den Einbau einer innovativen Technik zur Energieversorgung seines neuen Zuhauses seinen Partner Viessmann hinzugezogen hat. Der Einsatz fossiler Brennstoffe schied sofort aus, stattdessen setzt die Familie auf Erdwärme. „Dafür wurden in unserem Garten unterhalb der Frostgrenze 500 Meter Schlauch verlegt, über den die Wärmepumpe von zehn Grad Wärme sechs Grad entnimmt“, erklärt Peiffer sachkundig. Während wir im Keller stehen, schnurrt die Pumpe wie ein Kätzchen und liefert die Wärme für den Wasserbedarf und die Fußbodenheizung. „Man hört im Wohnhaus nichts von der Wärmepumpe“, freut sich der frische Hausbesitzer. Eine Photovoltaik-Anlage liefert sauberen Strom direkt vom Dach in den Stromspeicher. Überschüssiger Strom wird der ViShare-Community zur Verfügung gestellt, im Gegenzug gibt es grünen Strom zurück, wenn die Sonne nicht scheint.

Die Entscheidung für eine Versorgung mit erneuerbaren Energien fiel dem Niedersachsen auch aus Kostengründen leicht: „Ich kann ja rechnen, das habe ich nicht aus reinem Idealismus entschieden, ich habe heute nur noch die halben monatlichen Energiekosten.“ Der technikbegeisterte Peiffer zeigt uns auf seinem Smartphone die gerade laufenden Prozesse seiner im Haus verbauten Technik. Die smarte ViCare Steuerungs-App ermöglicht es dem Athleten nun, schon vor seiner Rückkehr das Haus auf angenehme Temperatur aufzuheizen.

„Sport ist keine Frage des Alters, sondern der Fitness“

„Das ist mein Beitrag zum Klimaschutz, den ich im Moment leisten kann.“ So klar und so schnörkellos beschreibt der Olympiasieger die Möglichkeiten in seinem privaten Umfeld. Der Weltcup-Zirkus, Weltmeisterschaften und Olympische Spiele erfordern viele Flüge, diese produzieren CO2. Das diskutiert er auch mit seinen Teamkollegen. Doch auf den Sport mit seinen internationalen Veranstaltungen verzichten oder diesen gar abschaffen? Das ist für Peiffer keine Alternative. „Sport ist wie Kunst und Kultur, er transportiert doch Werte wie Durchhaltevermögen, Fairness, und er hat auch Vorbildfunktion. Einer gewinnt den Weltcup, die WM oder Olympia“, so Peiffer, „aber alle wissen, die Anderen haben ebenfalls ihr Bestes gegeben.“ Sport sei unabhängig von Bildung, Herkunft und Einkommen. Er bringe Farbe ins Leben der Menschen und führe Fans aus allen Teilen der Gesellschaft zusammen. „Ohne Sport wäre es ziemlich grau.“

Und solange er noch vorne dabei ist, will der ausgebildete Bundespolizist weitermachen: „Erfolg ist keine Frage des Alters, sondern der Fitness.“ Einen Teil seiner konditionellen Grundlagen bildet er in seinem heimischen Kraftraum, der kurz nach dem Einzug im Keller seines Hauses schon fast perfekt ausgestattet ist. „Hier“, sagt er und zeigt an die Decke des Durchgangs im Untergeschoss „kommt noch eine Reckstange für Klimmzüge hin.“ Fertig.

Arnd Peiffer hat sich gemeinsam mit seiner Frau einen Traum verwirklicht, in seinem Zuhause tankt er Energie für seine nächsten sportlichen Ziele und leistet zugleich seinen persönlichen Beitrag zum Umweltschutz.

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Die Viessmann Wärmepumpe Vitocal 333-G liefert die Wärme für den Wasserbedarf und die Fußbodenheizung. 

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Arnd Peiffer in seiner Wahlheimat, dem Tegernseer Tal.