Klimaziele 2050 – schon vor sechs Jahren erreicht

Bis 2050 sind es nur noch 31 Jahre – eine lange Zeit im Leben eines Menschen, aber nur ein Wimpernschlag für unsere Erde. Deswegen müssen wir jetzt handeln und die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen, um so eine globale Klimakatastrophe zu verhindern. Damit das gelingt, muss der CO²-Ausstoß um 80 Prozent sinken und der Anteil erneuerbarer Energien auf 60 Prozent steigen. Dass diese Werte schon heute mit markt verfügbarer Technik zu erreichen sind, hat Viessmann mit dem Leuchtturmprojekt “Effizienz Plus” nachgewiesen. 

Effizienz gesteigert, CO2-Emissionen gesenkt

Das Projekt beruht auf der energiepolitischen Doppelstrategie von Effizienzsteigerung und Substitution fossiler durch erneuerbarer Energieträger. Es dient dem Klimaschutz, erhöht die Ressourceneffizienz und trägt dazu bei, den Standort Allendorf (Eder) zu sichern. Neben dem vollständigen Neuaufbau der Produktion unter Effizienzgesichtspunkten umfasst Effizienz Plus ein innovatives Energiekonzept auf der Erzeuger- und Verbraucherseite, Lean Production und einen Kontinuierlichen Verbesserungsprozess sowie Abfallvermeidung und Recycling.

Unterm Strich wurde die Energieeffizienz am Standort um mehr als 20 Prozent erhöht und der Anteil erneuerbaren Energien auf 60 Prozent ausgebaut. Verbunden damit war eine Senkung der CO2-Emissionen um 80 Prozent. Viessmann hat dieses Ergebnis – und damit die Umsetzung der energiepolitischen Vorgaben – bereits 2013 erreicht-

Fossile Brennstoffe substituieren

Ein Teil von Effizienz plus ist die Viessmann Energiezentrale. In der Energiezentrale kommen alle zukunftsweisenden Technologien zum Einsatz, zum Beispiel hocheffiziente Brennwerttechnik sowie Systeme zur Kraft-Wärme-Kopplung. Außerdem werden fossile Brennstoffe zunehmend durch erneuerbare Energien substituiert. Im Vordergrund stehen dabei der Einsatz von fester Biomasse und Biogas, die Nutzung von Sonnenenergie aus thermischen Solar- oder Photovoltaik-Anlagen sowie von Luft- oder Erdwärme mittels Wärmepumpentechnologie.

Energiezentrale mit effizienten und umweltschonenden Technologien

In der Energiezentrale werden alle im Wärmemarkt relevanten Energieträger eingesetzt – Öl und Gas genauso wie Biomasse, Sonnenenergie sowie Wärme aus Umgebungsluft und Erdreich. Für ihre hocheffiziente Nutzung sorgen innovative Technologien wie Brennwerttechnik und Kraft-Wärme-Kopplung. Dafür ist die Energiezentrale dreistufig aufgebaut:

● Zwei mit Bioerdgas betriebene Blockheizkraftwerke decken die Wärmegrundlast und dienen gleichzeitig zur Stromproduktion.

● Bei höherem Wärmebedarf, zum Beispiel im Winter, werden mit Holzhackschnitzeln betriebene Biomassekessel eingesetzt. Mit Hilfe einer ORC-Turbine wird auch diese Wärme zur Stromproduktion genutzt.

● Zur Abdeckung der Spitzenlast und als Redundanzkessel werden Öl- und Gasheizkessel mit nachgeschaltetem Abgas-Wärmetauscher eingesetzt.

Wichtiger Schritt auf dem Weg zur Nachhaltigkeit

Effizienz Plus ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. Das Projekt zeigt nicht nur, dass die energie- und klimapolitischen Ziele für 2050 kurzfristig erreicht werden können, sondern es beweist auch, dass sich Umweltschonung und Ressourceneffizienz mit wirtschaftlichem Erfolg und sozialer Verantwortung in Einklang bringen zu lassen. Das Projekt hat große Resonanz gefunden und wirkt durch seine Vorbildfunktion über den Standort Allendorf (Eder) hinaus.